Schulpartnerschaft mit einer Schule in Kiew

Einige Tage der Sommerferien 2002 wurden von zwei Lehrerinnen unseres Gymnasiums genutzt, um einen jahrelangen Wunsch zu erfüllen.

Mit Unterstützung des ukrainischen Botschafters in Berlin war es gelungen erste Kontakte zu einer Schule in Kiew zu knüpfen. Frau Renate Tomaschewski und Frau Barbara Richter fuhren zu einem ersten Besuch nach Kiew. Schon auf dem Bahnhof wurden sie herzlich empfangen. Die Direktorin Frau Irina Ipatowa bot ihnen für den Aufenthalt ihre Gastfreundschaft an, die gerne angenommen wurde.  

Die Kiewer Schule hat ein ausgeprägtes Deutschprofil und die Lehrerinnen und Schüler sprechen ein ausgezeichnetes Deutsch.

Ein Besuch in Kiew lohnt sich nicht nur wegen der Herzlichkeit und Gastfreundschaft, es gibt auch sonst sehr viel Sehenswertes und der Abschied fällt immer wieder schwer. Mehrmals waren Schüler und Lehrer aus Kiew bei uns zu Gast. 

Im Rahmen der Schulfestwoche im Oktober 2005 überbrachte Frau Menzel stellvertretend herzliche Grüße und ein Geschenk der Kiewer Schule .

Schüleraustausch September 2007 - ein Schülerbericht

Die Klassenfahrt der Klasse I0c nach Kiew

Endlich im September war es soweit

Unsere Klasse führ mit dem Zug nach Kiew. Die Hin- und Rückfahrt dauerte insgesamt 56 Stunden, doch diese lange Zeit nutzten wir sehr gut. Wir spielten zum Beispiel viel Skat und Poker, jedoch gestaltete sich dies sehr schwierig, da unsere Schlafräume ziemlich klein waren. Andere nutzten diese Zeit, um miteinander zu reden.

Am Kiewer Bahnhof angekommen, wurden wir freundlich von unseren Gastfamilien empfangen. Nachdem wir uns bekannt gemacht hatten, fuhren wir in unsere Wohnungen, wo wir uns mit unseren Gastfamilien unterhielten. In den Gastfamilien wurden wir mit vielen kulinarischen Besonderheiten wie z.B. Borschtsch, Soljanka, Pelmeni, ... bekannt gemacht. Die Essgewohnheiten der Ukrainer sind im Vergleich zu unseren deutschen sehr ungewöhnlich, z. .B. es gab morgens und abends warme Gerichte und das Essen wurde nur sehr dürftig oder gar nicht mit Gewürzen und Salz bestreut. Aber alles in allem war es sehr schön.

Die Klasse war sehr fasziniert von den Aussichten auf die Kiewer Innenstadt von dem Gedenkhang aus, nahe dem Höhlenkloster, in dessen Tunnelsystem wir auch waren. Wir fanden, dass das Höhlenkloster seinen eigenen Reiz hatte, und deswegen schauten wir es uns genau an. Es war ziemlich verwinkelt und ein Sputnik hat es sogar hinbekommen sich in dem Tunnelsystem zu verirren. Die Sorge war bei den Lehrern wieder groß, da jene Person für solche Aktionen berüchtigt war. Nach gut l ½ Stunden und einigen missglückten Suchmanövern, welche uns einiges an Eintrittsgeld kosteten, tauchte jene Person ohne große Verwunderung auf und der Tag ging weiter. Wir sahen auch viele reich verzierte Kirchen, Klöster und Häuser. Doch ab und zu brachen wir unsere Sight-Seeing-Tour ab und schalteten einen Gang runter. Das konnten wir zum Beispiel machen, als wir shoppen waren und eine wunderschöne Schifffahrt auf dem Dnjepr unternahmen.

Eine solche Fahrt zu unserer Partnerschule nach Kiew würden wir jeder folgenden Klasse empfehlen.

Der Besuch der ukrainischen Gäste an unserer Schule (September 2009)

Unsere Partner, 3 Lehrer, 7 Schülerinnen und ein Schüler kamen aber erst nach über 24 Stunden Busfahrt am 13.09.09 mit für Osteuropa unerwarteter Pünktlichkeit in Dresden an.

Nach reibungslosem Limousinenservice durch die Gasteltern erhielten alle eine herzliche kulinarische Erstversorgung in Großenhain und konnten erstmals entspannen. Schließlich wartete nach der sonntäglichen Akklimatisierung ab Montag ein täglich von 8 bis 16 Uhr durchorganisiertes Wochenprogramm auf die Gäste.

Offizielle Begrüßung im Gymnasium, Stadtrundgang und als Höhepunkt das Mittagessen in unserer Mensa waren die ersten Hürden am Montag, bevor dann am Nachmittag wir gastgebenden Schüler unsere Russischkenntnisse und die Gäste ihr teilweise sehr gutes Deutsch testen konnten. Denn schließlich waren mit Schulschluss immer unsere Ideen gefragt, um bei den Gästen keine Langeweile aufkommen zu lassen. Zum Glück hatten wir herrliches Wetter, so dass wir uns z.B. im Stadtpark austoben konnten.

Der Busfahrt in den Spreewald am Dienstag und die Kahnfahrt waren Spitze. Wir mussten auch keine Verluste beklagen - weder Frau noch Mann noch neuste russische Mobiltelefone, Fotoapparate oder von den Gasteltern sorgsam gepackte Frühstückspakete sind über Bord gegangen.

Unser Geschichtslehrer Herr Maas ist ein hervorragender Stadtführer und mit der Übersetzung durch die ukrainische Deutschlehrerin hätte der Stadtrundgang in Dresden am Mittwoch Stunden dauern können.

Mit der Gewissheit, dass es für die Schüler leider schon 14:45 Uhr per Zug zurück nach Großenhain gehen sollte, siegte bei ihnen allerdings nach 1 1/2 Stunden der Shopping - Drang über das Interesse an Geschichte und historischen Bauten. Eigentlich schade, aber die Geschichte Dresdens ist wohl auch in der Ukraine nachlesbar, aber die Einkaufstüten lassen sich wahrscheinlich in Deutschland preisgünstiger füllen als dort.

Ganz sportlich durchschritten die Gäste am Donnerstag die Sächsische Schweiz und genossen den Blick von der Bastei und füllten die Speicherkarten ihrer Digitalkameras, um dann am Freitag zusammen mit uns in Bad Liebenwerda im "Wonnemar" in die brandenburgischen Fluten abzutauchen.

So bunt wie das Programm waren auch unsere Gäste und nach einer Woche kristallisierten sich ähnliche Charaktere heraus wie bei uns. Von ruhig bis ausgeflippt und von nett und zurückhaltend bis frisch verliebt war alles vertreten.

Dank unseres ausgeklügelten Schüler-Telefonnetzwerkes konnten wir auch die Nachmittage  gemeinsam verbringen und die abendlichen Aktivitäten und den Tatendrang der Gäste ganz gut steuern, zumal es ab 20.30 Uhr auch im Stadtpark nicht mehr wirklich gemütlich war.

Nachdem sich die ukrainischen Schülerinnen am Samstag letztmalig perfekt gestylt hatten, wurde noch einmal in den Gastfamilien gemütlich mit frischen Brötchen gefrühstückt.

Nach einem kurzen Stadtbummel in Großenhain wurden alle Gäste nach Dresden gefahren, wo am Nachmittag der Bus startete, damit alle pünktlich am Sonntagabend wieder in Kiew ankommen.

Was bleibt?

Erfahrungen, nette Erinnerungen und niedliche kleine Gastgeschenke bei uns und  hoffentlich tolle Eindrücke bei den Gästen und nicht zu vergessen die "typisch deutschen Mitbringsel" aus Karstadt und der Altmarktgalerie.

C. Harnos, Kl. 9d

Schüleraustausch 2013

Eine spannende Woche vom 06.10. bis 12.10.2013 ist zu Ende gegangen. Die Schüler und Lehrer der Kiewer Partnerschule kamen am 06.10. am Riegelplatz in Dresden um 7 Uhr an. Nach einer 24- stündigen Fahrt mit einem Linienbus von Kiew nach Dresden kamen alle Schüler gesund, aber natürlich erschöpft an. Jeder Schüler wurde aufgerufen und danach der Name des jeweiligen Gastschülers.

Danach ging es in das neue zu Hause für die nächste Woche. Am Sonntag konnte jede Familie selbst etwas unternehmen, so besuchten einige den Großenhainer Bauernmarkt, Moritzburg usw..

Am Montag trafen wir uns dann 7.30 Uhr in der Schule. Den Kiewern Gastschülern wurde die Schule gezeigt und wir mussten dem Schulalltag folgen. In der 3. und 4. Stunde nahmen dann die Gastschüler am Unterricht teil. Einige gingen in den Englischunterricht, andere z.B. in den Russisch- oder Deutschunterricht. Nudeln und Tomatensoße gab es dann zum Mittagessen in der Mensa. 12.30 Uhr startete dann der Stadtrundgang, in dem die Schüler der 9d in Russisch über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt Großenhain informierten. Zum Schluss genossen wir die wunderschöne Aussicht vom Bergfried des Kulturschlosses. Danach hatten wir Freizeit.

Am nächsten Tag stand dann der Tagesausflug nach Dresden an, bei dem alle Schüler, die am Schüleraustausch beteiligt waren, teilnahmen. Nach einer 2- stündigen Stadtbesichtigung war shoppen angesagt. Viele Kiewer nutzten diese Zeit intensiv, da viele Produkte, wie z.B. von Adidas oder Nike, sehr teuer in der Ukraine sind. Auch Kosmetikprodukte sind fast doppelt so teuer und nicht in einer so großen Auswahl vorhanden. Über die große Vielfalt von Rittersport-Schokolade freuten sich viele.

Die Sächsische Schweiz wurde am Mittwoch besucht, jedoch nahmen an dieser und den nachfolgenden Exkursion nur die Kiewer Schüler und Lehrer teil sowie einige Lehrer unserer Schule. Wir mussten leider in die Schule gehen . Alle waren beeindruckt von der fantastischen Aussicht und Landschaft.

Der nächste Tag führte unsere Gäste in den Spreewald. Jedoch hatten sie nicht gerade das beste Wetter. Nach vielen Schauern und Regengüssen kamen sie durchnässt in Großenhain an. Der bevorstehende Grillnachmittag, der als Abschlussfest gedacht war, wurde eher begonnen. In der Außenstelle bauten wir dann eine lange Tafel auf und warteten auf die Steaks und Bratwürste. Bevor wir jedoch aßen, hielt der Schulleiter der ukrainischen Partnerschule noch eine Rede, in der er sich bei allen bedankte. Danach sagte jeder Gastschüler was ihm am meisten gefiel (auf Deutsch) und alle bedankten sich nochmals. Das Essen schmeckte dann allen umso besser, da man erleichtert war, dass es allen gefallen hat.

Die Woche ging schnell vorbei. Am letzten Tag besichtigten sie in Meißen die Burg und die Porzellanmanufaktur, später bummelten sie durch die schöne Altstadt, die viele faszinierte.

Am Samstag stand dann die Heimreise an. 14.00 Uhr sollte der Bus ankommen, aber er verspätete sich. Die Verabschiedung fiel fast allen schwer und einige Tränen flossen. Trotz dieser kurzen Zeit, die wir alle miteinander verbracht hatten, haben wir uns wirklich sehr ins Herz geschlossen.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine tolle Woche war und es sich wirklich lohnt, bei einem Schüleraustausch teilzunehmen. Wir haben so viele Erfahrungen gesammelt , neue Wörter einander beigebracht, die wir aber bestimmt niemals im Unterricht anwenden oder gebrauchen dürfen ;) und hatten natürlich viel Spaß.

E. Reyentanz 9d