Schulpartnerschaft mit der Förderschule für geistig Behinderte "Johanne Nathusius"

Die Partnerschaftsarbeit mit der Förderschule in Skäßchen begann im Jahr 2000 im Rahmen des Ethikunterrichts Klasse 6. Zum Tag der offenen Tür wurde die Idee geboren, gemeinsam projektorientiert zu arbeiten.

Schüler der 9. Klasse führten ihr Praktikum in der Förderschule durch. Zum besseren Kennenlernen nahmen sie an Unterrichtsstunden teil. Damit konnten Vorurteile und Berührungsängste abgebaut werden.

Gegenseitig besuchten wir uns im Rahmen von Veranstaltungen, z. B. Talenteshow, Tage der offenen Tür, Theaterveranstaltungen, Dienstberatungen.

April 2014 - Projekt mit der Förderschule Skäßchen

Am 11.04. trafen wir uns im Gymnasium zum Abschluss unseres Projektes „Wunder des Lebens“. Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium hatten für uns vier Stände vorbereitet, an denen wir verschiedene Aufgaben zur Vertiefung unseres Projektes lösen durften. Mit viel Leidenschaft und Mühe hatten sie sich intensiv auf unseren Besuch vorbereitet. Alle Schülerinnen und Schüler hatten miteinander viel Spaß und neue Erkenntnisse.

Vielen Dank allen Beteiligten!

Informationen zum Projekt "Wunder des Lebens"

⇒ein 4-wöchiges klassenübergreifendes Projekt aller Ober- und WerkstufenschülerInnen in 5 Gruppen

„Pflanzen“

In der Projektgruppe erforschten die Jugendlichen das geheimnisvolle Leben der Pflanzen und ihre Bedeutung für die anderen Lebewesen. Sie erweiterten mit Hilfe von Medien ihre Kenntnisse über die Bestäubung, Befruchtung, Samenbildung und Keimung von Blütenpflanzen, zerlegten unter Einsatz von Pinzette und Skalpell eine Kirschblüte und lernten die winzigen Teile zu benennen. Über manche „pflanzlichen Rekorde“ konnten sie nur staunen.

Exkursionen führten die Gruppe in eine nahe gelegene Gärtnerei, in der die Schüler beim Aussäen und Eintopfen mit Hand anlegen durften und einen „Minigarten im Gurkenglas“ bepflanzten, sowie in den Botanischen Garten der TU Dresden.

„Das große Krabbeln“

beschäftigte sich mit verschiedensten Insekten. Auch wenn viele Menschen diese Tierchen nicht mögen, sie haben teilweise für uns eine sehr große Beduetung. So vernichten Insekten Schädlinge im Garten. Jeder noch so schöne Falter beginnt sein Leben als Larve. Wir besuchten in Großenhain den Zooladen und ließen uns Bedeutung und Lebensweise von verschiedenen Insekten erklären und zeigen. Bei der Vorstellung des Projektes in der Schule durften alle richtige Larven beobachten. Wir nahmen uns vor, unser Insektenhotel im Schulgelände wieder in Ordnung zu bringen.

„Fische“

Bei einem Besuch in der Fischerei durften Fische gestreichelt werden. Die Schüler der Projektgruppe lernten verschiedene Speisefische kennen, gestalteten dazu eine Übersicht. Daneben beschäftigten sich die Schüler sich mit Meeresfischen. Ein Besuch im Zooladen rundete das Projekt ab. Eigentlich sollte noch eine kulinarische Fischreise stattfinden, dazu reichte leider die Zeit nicht.

„Amphibien und Reptilien“

Wir näherten uns geschichtlich der Entstehung dieser Tiere und erforschten die unterschiedlichen Merkmale. Alle Lebewesen brauchen Wasser zum Leben. Der Ubergang vom Wasser zum Land war ein Schwerpunkt. Dabei lernten wir ein lebendes Fossil – den Quastenflosser- kennen. Das Laichen der Frösche konnten wir leider nur im Film anschauen. Aber wir gestalteten ein richtiges Wetterfroschglas und falteten Origamifrösche. Der Frosch wird oft als Zeichen für Ökologie und saubere Umwelt genutzt (Waschpulver, Radweg) Außerdem verstehen wir jetzt, wie Archäologen arbeiten. Wir legten ein Saurierskelett frei. Wir lernten die Reptilienarten und ihre Lebensweisen kennen. Mit dem Besuch der kleinen Kubakrokodile und ihrer riesigen Eltern und vieler anderer Amphibien und Reptilien im Zoo Hoyerswerda schlossen wir das leider viel zu kurze Projekt ab.

„Bunte Vogelwelt“

Die Projektgruppe beschäftigte sich mit einheimischen Vögeln und Zugvögeln. Dabei informierten wir uns, welche Vögel in wärmere Länder ziehen, wohin und wie weit sie fliegen. Die einheimischen Vögel beobachteten wir am Vogelhäuschen und fütterten sie mit Vogelfutter und selbst hergestellten Meisenringen. In Kinderbüchern lasen wir über Nestbau, Brutzeiten und Aufzucht der Jungvögel.

Als wir versuchten, selbst ein Vogelnest zu bauen, stellten wir fest, dass es gar nicht so einfach ist, kleine Zweige, Gras. Und Strohhalme zusammenzuhalten.

„Der Mensch“

Wieso kann ein Mensch stehen und gehen? Wie viel Wirbel hat unsere Wirbelsäule? Diese und viele andere Fragen wurden im Laufe der Projektzeit beantwortet. Wir besuchten das Hygienemuseum und versuchten uns an der Herstellung eines Skeletts. Sogar Röntgenbilder konnten wir anschauen. Besonders der Aufbau und die Funktionsweise des Auges beschäftigte uns. Wir experimentierten und bauten dazu eine Camera Obscura, um das Prinzip des Sehens zu verstehen.